Quelle: www.ruhrnachrichten.de
Prozess gegen deutschen Mafia-Autor in Bulgarien
am 1. März 2010
In der bulgarischen Hauptstadt Sofia hat am Montag ein Gerichtsverfahren gegen den deutschen Mafia-Autor Jürgen Roth in dessen Abwesenheit begonnen.
Der sozialistische Ex-Innenminister Bulgariens, Rumen Petkow, wirft Roth, der insbesondere Bücher übers organisierte Verbrechen geschrieben hat, Verleumdung vor. Er forderte von Roth 10 000 Lewa (rund 5 000 Euro), doch das Gericht lehnte dies als unbegründet ab. Roth kam nicht nach Sofia, weil Petkow zu einer handgreiflichen Auseinandersetzung mit ihm aufgerufen hatte. Das Verfahren wird am 16. April fortgesetzt.
Roth beschreibt in seinem Ende 2008 in Bulgarien herausgegebenen Buch «Die neuen Dämonen», wie kriminelle Strukturen das politische Leben des Balkanlandes nach der politischen Wende beeinflusst haben. Darin wird der sozialistische Funktionär Petkow mit dem Amphetamine-Handel und der Mafia in Zusammenhang gebracht. Roths Verteidigung - RA Nikola Yankov - will nun dies vor Gericht in Sofia beweisen. Als Zeugen sollen der damalige Leiter der Anti-Mafia-Behörde Wanjo Tanow - er ist heute Zollchef - sowie der in Bulgarien verurteilte serbische Drogen-Boss Budimir Kujovic vernommen werden.
Petkow war im April 2008 nach Vorwürfen der Korruption als Innenminister zurückgetreten. Nach der Publikation von Roths Buch «Die neuen Dämonen» hatte Petkow ihn als «Lügner, Zyniker sowie Rückgratloser und Unglücksmensch» beschimpft. Er hatte dazu aufgerufen, dass man Roth «aufs Maul, auf die Finger, auf alle Körperteile hauen» müsse. Roth hielt sich zuletzt in Sofia für die Premiere seines Buchs im November 2008 auf.
Branchen / Ausgabe 2 / Jahr 2010
Energieeffizienz und erneuerbare Energien zu Gast in Sofia
www.viaexpo.com
14 - 16 April 2010
Sofia, Inter Expo Zentrum
Die Elektromobilität wird zum ersten Mal in diesem Jahr auf dem 6. internationalen Kongress und der begleitenden Ausstellung über Energieeffizienz und erneuebrare Energiequellen für Südosteuropa ein Thema sein. Das Ereignis findet vom 14. bis zum 16. April 2010 in Sofia statt. Durchgeführt wird es unter der Schirmherrschaft der Energie-, Umwelt- und Transportministerien sowie der Agentur für die Energieeffizienz. Offizieller Gastgeber ist die Gemeine Sofia und Deutschland wird als strategischer Partner auftreten. Über Elektromobile, Elektrofahrräder, Hybridautos, alternative Brennstoffe sowie mobile Energiespeicher wird auf der Tagung diskutiert. Diese Initiative wird vom Verband der Autohersteller und deren autorisierten Vertriebspartner in Bulgarien unterstützt. Der Verbandsvorsitzende Stoyan Zhelev wird mit einem Vortrag zum Thema „Elektrische und hybride Fahrzeuge - die Autorevolution des 21 Jahrhunderts - Produktion, Förderung, Verbrauch" die Diskussion eröffnen. Unter den sich vorzustellenden Firmen werden Siemens, RWE Effizienz und Toyota Motor Europe sein. Gegenstand weiterer Diskussion werden der politische Rahmen in Südosteuropa hinsichtlich Energieeffizienz und erneuerbarer Energiequellen. Die Teilnehmer wollen auch die neuen Tendenzen bei der zwei- und dreifachen Anwendung von EEQ-Systemen zur Effizienzsteigerung erörtern.
Auf dem diesjährigen Programm werden zwei neue Inhalte stehen: Energieunabhängigkeit der Gemeinden und Energieeffizienz und EEQ - Investitionen und Finanzierung in Südosteuropa. Zum ersten Punkt werden gute Praktiken mancher Städte und Regionen in Europa vorgestellt, die eine 100-prozentige Energieunabhängigkeit erzielt haben. Vertreter bulgarischer, mazedonischer, serbischer, türkischer und griechischer Gemeinden werden die Möglichkeit haben, ihre potenziellen Partner aus Österreich, Schweden, Deutschland und England kennen zu lernen und zu befragen. Ihre Erfahrung auf dem Gebiet der Finanzierung werden Investoren und Projektentwickler in Südosteuropa austauschen können. Diesmal versprechen die Organisatoren von Via Expo eine größere Ausstellung, die sich in zwei Hallen des Inter Expo Center sowie im Freien erstrecken soll. Zum dritten Mal in Folge wird das deutsche Wirtschaftsministerium offiziell auftreten als auch viele deutsche Firmen. Österreich und die USA werden sich mit Gruppenstände repräsentieren. Firmen aus Bulgarien, Israel, Griechenland, Dänemark, Ungarn und Slowakei werden mit Anlagen und Dienstleistungen für Energieeffizienz und EEQ vertreten sein.
Internationale Organisationen wie etwa die European Photovoltaic Industry Association (EPIA), die Föderation der europäischen Solarthermie-Industrie (ESTIF), European Renewable Energies Federation (EREF) und viele andere leisten Unterstützung. Partner auf der bulgarischen Seite werden die Deutsch-Bulgarische Industrie- und Handelskammer, der Verband der Hersteller umweltfreundlicher Energie und andere sein.